direkt zum Inhalt springen

Polizei warnt vor Betrügern

Neue Betrugsmasche

Wie bereits schon berichtet scheinen die Betreiber der betrügerischen Callcenter, die zumeist aus dem Ausland anrufen und sich als Polizeibeamte ausgeben, ihre Masche variantenreich zu verändern, um auf subtile Art ihre Opfer zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen zu bewegen.

Im Verlauf des gestrigen Tages, gab es im Bereich Markt Schwaben im Zeitraum von 10:20 bis 16:00 Uhr sechs Anrufe angeblicher Bankmitarbeiter, die sich nach dem Schließfach des Angerufenen erkundigten. Sie gaben hierbei an, dass sie einen Termin wegen des Schließfaches ausmachen möchten oder die Schließanlage der Schließfächer gewechselt werden müssten.

Nachdem die Angerufenen überwiegend gar keine Schließfächer hatten, flog der Betrugsversuch schnell auf. Aus zurückliegenden Fällen weiß man, dass im positiven Fall die Angerufenen wenig später einen Anruf eines angeblichen Polizeibeamten bekommen, der darauf hinweist, dass der vorangegangen Anruf des Bankangestellten ein Betrugsversuch war und damit Vertrauen aufbaut. Im weiteren Verlauf versuchen die falschen Polizeibeamten dann Informationen über die finanziellen Verhältnisse der Angerufenen zu erlangen um in der Folge diese zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen zu bewegen.

Die von den Tätern angewandte Betrugsmasche hat vor allem lebensältere Menschen als Opfer im Visier. In keinem der Fälle entstand einem der Opfer ein finanzieller Schaden, da diese die Betrugsabsicht erkannten und rechtzeitig die Telefonate beendeten.

Mögen sich die „Geschichten“ der Betrüger auch verändern, die Warnhinweise der Polizei bleiben die gleichen.

Warnhinweise

  •  Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen!
  • Die Täter nutzen häufig einen technischen Trick, durch den die Notrufnummer 110 im Display angezeigt wird. Beachten Sie: Die Polizei ruft Sie niemals unter der Notrufnummer 110 an!
  • Beenden sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben!
  • Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Übergabe von Geldbeträgen oder Wertgegenständen ein!
  • Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110!
  • Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
  • Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis!
  • Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie diese vor dem Vorgehen der Täter!

  

Polizeiinspektion Poing

Markomannenstraße 24

85586 Poing

 Tel:  08121/99170

Fax: 08121/991719

Mail (dienstl.): pp-obn.poing.pi@polizei.bayern.de